
Küchenplaner für die Gastronomie
Sie bauen eine gewerbliche Küche neu auf oder rüsten um? Wählen Sie Betriebstyp und Gästezahl – der Planer schlägt Ihnen eine strukturierte Geräteausstattung nach Funktionsbereichen vor und schätzt grob Budget und Flächenbedarf. So bekommen Sie in einer Minute eine belastbare Einkaufsliste als Ausgangspunkt.
So arbeitet der Küchenplaner
Jeder Betriebstyp hat ein Profil aus relevanten Funktionsbereichen – Kochen & Garen, Kältetechnik, Vorbereitung, Spültechnik, Ausgabe/Warmhalten und Lager. Je nach Gästezahl pro Tag skaliert der Planer die Geräte: Bis etwa 60 Essen reicht oft eine kompakte Linie, ab 60–150 kommen größere Kombidämpfer, Kippbratpfannen und leistungsfähigere Spültechnik hinzu, darüber industrielle Kapazitäten. Budget- und Flächenwerte sind grobe Hausnummern auf Basis marktüblicher Spannen und dienen der ersten Orientierung.
Was der Planer leistet – und was nicht
Der Küchenplaner ersetzt keine Fachplanung durch einen Küchenplaner-Betrieb, keine Lüftungs- oder Elektroplanung und keine behördliche Abnahme. Er hilft Ihnen, den Funktionsumfang zu verstehen, eine erste Geräteliste und ein grobes Budget aufzustellen und gezielt nach den richtigen Produktkategorien zu suchen. Für Details zu Behältern nutzen Sie den GN-Rechner, für die Ausgabe den Buffet-Rechner. Annahmen und Quellen stehen in unserer Methodik.
Der Vorschlag ist ein Ausgangspunkt, keine Fachplanung
Der Planer leitet die Ausstattung aus Betriebstyp und Gästezahl ab. Was er nicht kennt, ist Ihr Konzept: Eine Karte mit vielen Frittierprodukten braucht andere Kapazitäten als eine mit Schmorgerichten, und ein hoher Anteil Vorbereitung am Vortag verschiebt Bedarf von der Ausgabe in die Kältetechnik. Nehmen Sie die Liste als Struktur und passen Sie die Stückzahlen an Ihre Speisekarte an.
Anschlüsse früh klären
Die häufigste teure Überraschung im Umbau sind nicht die Geräte, sondern die Gebäudetechnik: Starkstrom, Wasserzu- und -ablauf, Fettabscheider und vor allem die Lüftung. Diese Punkte gehören vor die Gerätebestellung, weil sie den Aufstellort festlegen und im Bestand oft die längste Vorlaufzeit haben.
Wege sind wichtiger als Quadratmeter
Eine gut geschnittene kleine Küche arbeitet schneller als eine große mit ungünstigem Ablauf. Ordnen Sie die Bereiche entlang des Warenwegs, also Anlieferung, Lager, Vorbereitung, Garen, Ausgabe, und halten Sie schmutzige und saubere Wege getrennt. Kreuzen sich Spülgut und fertige Teller, ist das ein Hygieneproblem und ein Zeitproblem zugleich.
Grobe Vorab-Schätzung ohne Gewähr. Realer Bedarf hängt von Speisekarte, Abläufen, Raumzuschnitt und örtlichen Vorschriften ab.